Die Band

Hans-Dieter

Schon im zarten Alter von sieben Jahren bekam ich auf eigenen Wunsch hin meine erste Stahlsaitengitarre. Eine Framus, kleine Bauform, mit schicker Sunburst-Lackierung. Die armen kleinen Kinderhände! Kein Schlager der 60-er Jahre war vor mir sicher, etliche davon erkannten die Zuhörer tatsächlich- nach mehrmaligem Vortrag

Anfang der siebziger Jahre lernte ich während eines Ferienjobs einen „Blueser“ kennen und das war mein Ding; freilich rein akustisch und mit den zaghaften Anfängen des Fingerpicking. Die ersten Hörerlebnisse mit dem virtuosen Spiel des amerikanischen Gitarristen Leo Kottke auf der 12-saitigen Gitarre sind mir noch in guter Erinnerung. Als ich Leo dann noch bei seinen ersten Livekonzerten in Europa erleben durfte, erreichte die Begeisterung und Bewunderung ihren Höhepunkt. Sein Spiel beeinflusste mich bei meinen Soloauftritten etliche Jahre.

Anfang der achtziger Jahre nahm ich gerne das Angebot als Gitarrist und Sänger bei der Folkgruppe „Kleeblatt“ an. Das waren viele schöne Jahre und Auftritte mit irischer und schottischer Folkmusik und den dazugehörenden Getränken.

Das gemeinsame Musizieren mit den beiden anderen Vätern ist für mich – mittlerweile im wohlverdienten Ruhestand – ein erfrischendes Lebenselixier, das ich noch lange genießen möchte.

Wolfgang

In meinen frühen Jahren sang ich vor dem heimischen Loewe Schallplattenspieler mit Inbrunst deutsche Schlager, die kann ich heute noch auswendig. Meine im Elternhaus wohnende Kindergärtnerin, Tante Brigitte, wurde schon auf mich aufmerksam. Die Schlagermanie hat sich später ausgewachsen. In der Jugend begeisterte ich mich dann aber doch für Rock- und Popmusik, Gruppen wie die Stones, Who, Queen oder Jethro Tull hatten es mir angetan. In den reiferen Jahren fand ich dann zunehmend Gefallen an Musikern mit gehaltvollen deutschen Texten wie Heinz-Rudolf Kunze, Konstantin Wecker, Klaus Hoffmann oder Gregor Meyhle.

Als Jugendlicher lernte ich zunächst klassische Gitarre. Da ich aber Popsongs singen wollte, brachte ich mir später die dafür notwendigen Griffe selbst bei. Es reichte aber nur für den Hausgebrauch. Gitarre spielen auf meiner „Sperrholzgitarre“ kann ich mir in Anwesenheit von Hans-Dieter nicht erlauben.

In der Schulzeit von meinem Musiklehrer noch verkannt, begann ich selbst an meiner Stimme immer mehr Gefallen zu finden und sie in verschiedenster Weise einzusetzen, in der Jungschar am Lagerfeuer, in der Studentenzeit bei Feten, in diversen Chören ……und dann seit 2004 bei den „Vätern“.

Im Laufe der Jahre achtete ich darauf, meine Stimme durch Schulung bei qualifizierten Gesangslehrerinnen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Mein Instrument ist im Gegensatz zu den manchmal hochempfindlichen Instrumenten meiner Kollegen i.d.R. einsatzbereit und wohlgestimmt.

Dominik

„Music was my first love, and it would be my last“

Frei nach John Miles war Musik schon seit Kindestagen ein fester Bestandteil meines Lebens. Ob früh im Elternhaus, bei Konzerten oder später mit Freunden beim gemütlichen Lagefeuer.

Es dauerte dann doch etwas länger, bis ich mit 18 Jahren beschloss, endlich Gitarre zu lernen. Die Faszination für dieses tolle Instrument war aber schon immer vorhanden. Ich übte phasenweise ziemlich eifrig und so blieben erste kleine Auftritte im Bekannten – und Freundeskreis nicht aus und ich fand daran großen Gefallen. „Ich möchte in einer Band mitspielen“, war mein großer Wunsch, der dann von 2011 bis 2014 in Erfüllung ging. „Voice Over - the acoustic Projekt“ bestehend aus Gitarre, Bass, Cajon und einer bezaubernden Frauenstimme war genau meine Art Musik zu machen. Eine tolle Zeit!

Mehr glückliche Fügung als bloßer Zufall war es, als ich 2017 zu den „Die Väter Stuttgarts“ stieß und seither mit den beiden „alten Knaben“ musiziere. Vielleicht ist es dem eigentlich nebensächlichen Altersunterschied zu Hans-Dieter und Wolfgang geschuldet (die beiden könnten meine Väter sein), dass genau diese Mischung das Musizieren mit den Beiden so spannend und kreativ macht, auch wenn mancher Liedvorschlag von mir zuerst etwas zögerlich mit der Bemerkung angenommen wurde: „Dr Jonge halt!“